Den internationalen After Sales neu kalibrieren – warum der Blick von außen heute entscheidend ist
Viele internationale After-Sales-Strukturen wirken auf den ersten Blick stabil – und sind es oft auch. Genau darin liegt jedoch ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Was über Jahre gewachsen ist, zuverlässig funktioniert und in der Regel profitabel ist, wird selten grundlegend hinterfragt. Prozesse, Kundenzugänge sowie internationale Vertreter- und Niederlassungsstrukturen laufen häufig seit Jahren im Autopilot. Das operative Tagesgeschäft dominiert, während aktives Gestalten, Hinterfragen und Weiterentwickeln zunehmend in den Hintergrund rückt. Gerade im After Sales, einem Bereich mit hoher Kundenbindung und erheblichem Ergebnisbeitrag, bleiben so wertvolle Effizienz- und Wachstumspotenziale ungenutzt.
Wenn Stabilität zur Bremse wird
In vielen Unternehmen sind After-Sales-Organisationen historisch gewachsen. Zuständigkeiten, Abläufe und regionale Strukturen wurden einst sinnvoll aufgebaut – doch Marktbedingungen, Kundenanforderungen und Wettbewerbsdruck haben sich verändert. Internationale Märkte entwickeln sich unterschiedlich schnell, Kundenerwartungen steigen und Kostenstrukturen geraten unter Druck.
Dennoch werden bestehende Strukturen häufig lediglich verwaltet, statt aktiv weiterentwickelt. Das Ergebnis:
- unnötig hohe Kosten
- sinkende Kundenzufriedenheit
- ineffiziente Abläufe zwischen Zentrale, Niederlassungen und Partnern
- begrenzte Skalierbarkeit in neuen Märkten
Diese Schwachstellen bleiben oft lange unentdeckt, da sie nicht akut eskalieren,
sondern schleichend Wirkung entfalten.
Meine Rolle als Interim Manager
Als Interim Manager mit Schwerpunkt After Sales, Internationalisierung und Restrukturierung komplexer Niederlassungsnetzwerke werde ich daher nicht nur dann eingebunden, wenn es bereits brennt. Häufig geht es vielmehr darum, frühzeitig strukturelle Ineffizienzen zu erkennen, bevor sie sich spürbar auf Ergebnis und Kundenbeziehungen auswirken.
Im Zentrum meiner Arbeit stehen dabei:
- Analyse, Modernisierung und Ergebnisoptimierung von After-Sales-Strukturen
- Restrukturierung, Konsolidierung oder strategische Neuausrichtung internationaler Niederlassungen und Partnernetzwerke
- Gezielte Erschließung neuer Märkte mit Fokus auf operative Effizienz und echte Kundennähe
- Kurzfristige Überbrückung kritischer Vakanzen – pragmatisch, umsetzungsstark und international erfahren
Wichtig ist dabei stets der ganzheitliche Blick: After Sales findet nicht nur im Headquarter statt, sondern vor allem in den Märkten – nah am Kunden.
Sparringspartner mit Systemblick
Meine Aufgabe endet nicht bei der Analyse oder der Abarbeitung einzelner Projekte. Ich verstehe mich als Sparringspartner auf Augenhöhe, der Organisationen fordert, bestehende Denkmuster hinterfragt und gemeinsam mit den Verantwortlichen neue, tragfähige Lösungen entwickelt.
Der Mehrwert entsteht dabei insbesondere durch den neutralen Blick von außen – frei von internen Routinen, historisch gewachsenen Befindlichkeiten oder politischen Zwängen. Genau dieser Perspektivwechsel ermöglicht nachhaltige Veränderung.
Praxisbeispiel: Restrukturierung in Südostasien
Wie wirkungsvoll dieser Ansatz sein kann, zeigte sich in einem Mandat, das aus einer zunächst beiläufigen Diskussion mit dem CFO eines Unternehmens entstand. Thema war die After-Sales-Struktur in Südostasien.
Im gemeinsamen Austausch wurden schnell zentrale Schwachstellen sichtbar:
- kostenintensive Prozesse
- zunehmende Unzufriedenheit bei Kunden und lokalen Partnern
Nach einer gezielten Restrukturierung der Organisation und Abläufe konnten messbare Ergebnisse erzielt werden:
- jährliche Einsparungen im sechsstelligen Bereich
- deutlich verbesserte Kundenzufriedenheit
- gesteigerte Effizienz des Gesamtprozesses bei gleichzeitigem Umsatzplus
Dieses Beispiel zeigt, dass es häufig nicht radikale Umbrüche braucht, sondern klare Analyse, Fokus und konsequente Umsetzung.
After Sales unter Druck – jetzt ist Wachsamkeit gefragt
Gerade in der aktuellen Zeit steht der After Sales vor besonderen Herausforderungen: Fluktuation und Fachkräftemangel, intensiverer Wettbewerb sowie ein spürbar verändertes Kundenverhalten erhöhen den Druck auf bestehende Strukturen. Wer hier lediglich verwaltet, riskiert langfristig Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität.
Mein Ansatz zielt darauf ab, den After Sales wieder aktiv zu gestalten – international, effizient und kundenorientiert. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Stabilität regelmäßig hinterfragt und gezielt weiterentwickelt wird.



